Michael Fluhr and Keinzweiter featured in the Beat magazine

Michael and Tobias got the opportunity to present their work in the november release of the german Beat magazine. The PDF´s of the articels have arrived today and we dont want to keep it back from you. click the images or here to read the articles.

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BEAT PERSONALITY // Coverdesigner: Michael Fluhr // 92 beat 12 | 2009

Nette Nebeneffekte
Das Motto des Kunst- und Musiklabels Klamauk° lautet „Nichts ist beständiger als der Wandel“. Für den Mitbegründer und Designer Michael Fluhr bedeutet das ganz praktisch „dass Dinge, die mir heute gefallen, schon morgen ganz andere sein können“. Und so vereinen die Veröff entlichungen seines Labels auf einzigartige Weise einen erkennbaren Stil mit erfrischender Spontaneität. Doch reicht Fluhrs Horizont noch viel weiter … von Tobias Fischer

Wer als Künstler Zufall, Zweideutiges und Überraschungen aus seiner Arbeit zu verbannen trachtet, verpasst vielleicht das Schönste. Für Michael Fluhr jedenfallsa zählt, dass auch Nebenerscheinungen eine große Wirkung haben können: „Für uns stand von Anfang an fest, dass jede Release ihr eigenes, neues Cover bekommt“, erzählt er über die Designpolitik seiner Kreativschmiede Klamauk°. „Wir wollten keine Standardhülle, bei der jede Platte wie die andere aussieht. Natürlich spielt da auch der Kostenfaktor eine große Rolle. Der Vinylmarkt ist in unserer Sparte lange nicht so lukrativ, wie viele denken. Also entschlossen wir uns die Cover in Schwarzweiß drucken zu lassen. Um dem Ganzen noch eine persönliche Note und auch die Möglichkeit der Farbe hinzuzufügen, entschieden wir uns für eine Koloration von Hand. Dass jedes Cover so ein Unikat ist, war dann der nette Nebeneffekt“, so Fluhr weiter.

Humor, Charme und sanfte Provokation

Die Idee trug Früchte, denn gerade in der zumeist mit kühler, entmenschlichter Ästhetik operierenden Techno- und House-Branche fallen die Klamauk°-Entwürfe durch Humor, Charme, sanfte Provokation und visuelle Poesie auf. Auch wenn Fluhr rasch zu einem eigenen, erkennbaren Stil gefunden hat, spürt man hinter seiner Arbeit den Spaß, die Energie und den Gemeinschaftssinn, für den diese Musikrichtung ebenfalls schon immer stand. Gearbeitet wird mit „allem, was für eine Idee taugt“: Wellpappe mit Acryl, Holz, Stoff , Schnüre. Die Entwürfe entstehen grundsätzlich erst auf Papier und werden später eingescannt oder auf dem Rechner nachgebaut. So sorgt Fluhr für das Grundgerüst, welches später mit Freunden und Kollegen farblich ausgestaltet wird – darunter auch die beiden weiteren Klamauk°-Gründer und -Kollaborateure: Tilman Schwarz, „dessen Fokus auf dem Produzieren von Musik liegt“ und der außerdem „den Kontakt zu unseren Klamauk°-Artists, die auch ein Bestandteil des Labels sind“ pfl egt. Sowie Karsten Brommenschenkel, der sich „einerseits um den Klamauk°-Webauftritt kümmert und um Visuelles, aber auch konzeptuelle und organisatorische Aufgaben erledigt.“

Den bisher medienwirksamsten Auftritt hatte Fluhr, als er mit der Gestaltung der Neuaufl age des legendären Frankfurter „Hafentunnels“ beauftragt wurde. Bei der Veranstaltung, die von dem erfolgreichen Techno-Club U60311 organisiert wurde, tanzten im August rund 30.000 begeisterte Fans auf der riesigen Fläche direkt unter dem Hauptbahnhof. Da Fluhr ohnehin schon für das Design des U60311 verantwortlich war, lag es nahe, auch den Hafentunnel visuell zu untermalen. Das Cover des 2-CD-Sets, welches den Event begleitete, geriet dabei zu einer höchst persönlichen Collage der besonderen Art: „Zum Teil habe ich auch während der Arbeit an der CD neue Illustrationen angelegt“, erzählt Fluhr, „aber das meiste ist schon Monate vorher entstanden. Zum Beispiel war das Logo eigentlich mal als Socke mit Augen gedacht. Die Idee hatte ich damals verworfen, aber für den Hafentunnel hatte sie irgendwie wieder einen gewissen Charme für mich. Die Arbeitsweise an den Illustrationen ist natürlich schon ähnlich den anderen Sachen, die ich für Klamauk° mache. Aber es war eine andere Idee dahinter: die Figur im Vordergrund, die bildlich einen Initiator oder Headliner widerspiegeln kann. Im Hintergrund stehen kleinere Figuren, beispielsweise Astronauten und unbeschreiblich aussehende Figuren. Diese spiegeln das Publikum in seiner Vielfältigkeit, die man zum Teil gar nicht einordnen kann, wider. Es gibt und soll viel Interpretationsfreiraum bei meinen Arbeiten geben, der aber in der Diskussion untereinander Schnittmengen zulässt.“ Spaß und Software Spaß haben – und zwar am besten mit mehreren Leuten gleichzeitig.

Das ist es, was bei Michael Fluhr und den anderen Klamauk°-Mitgliedern hinter dem Gestalten und Musikmachen steht. Dass sie derzeit vor allem für eine Gestaltungssoftware bekannt sind, fi ndetseine Begründung genau in dieser Philosophie: Da ihren Veröffentlichungen als Download inhärenterweise eine visuelle Komponente fehlt, entwickelten sie ein kleines Programm, mit denen sich Benutzer eigenhändig eine passende Grafik anfertigen können. Zudem wurden sie dazu ermutigt, ihre mit dem „Cover Designer“ erstellten Bilder für eine Onlinegalerie zur Verfügung zu stellen. Die Folge ist eine bunte Sammlung farbenfroher Bilder, die von skurrillen Skizzen bis hin zu eleganten Entwürfen reicht und die man nun auf der Klamauk°-Webseite bewundern kann. Dass der „Cover Designer“ dann auch noch den „Internet Advertising Competition Award“ gewann, war natürlich nicht geplant. Doch genau diese schönen Zufälle stehen bei Michael Fluhr auf der Tagesordnung.

www.Klamauk.net
www.Klamauk.net/digital

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BEAT ENTERTAINMENT // Remix-Contest // 92 beat 12 | 2009 //  Keinzweiter: Quantum

Kaum ein Netaudiokünstler prägte in den vergangenen Jahren den Mainzer Microfunk so wie Tobias Lorsbach
aka Keinzweiter mit seinem Netlabel spontanMusik. 2009 erschien mit „Globus Cassus“ das erste
komplette Albums des Musiker. Der Geniestreich Quantum liefert in diesem Monat das Gerüst für unseren
Remix wettbewerb.

Nachgefragt – Keinzweiter
Beat sprach mit Keinzweiter über die Einflüsse, die sich in seiner Musik widerspiegeln sowie die Auswahl seines Netlabels spontanMusik.

Beat / „Globus Cassus“ ist dein erstes komplettes Album, obwohl du schon vorher als Musiker recht aktiv warst. Warum hat es so lange gedauert?
Tobias / Für mein erstes richtiges Album wollte ich das richtige Konzept, nämlich den Retrofuturismus, und den richtigen Sound. Und ich muss gestehen, dass ich lange daran gearbeitet habe, dass es so klingt wie es jetzt klingt. Mir war dabei besonders die analoge Wärme im digitalen Umfeld wichtig. Deshalb
habe ich mich damit befasst, was den typischen Analogsound eigentlich ausmacht. Im Grunde hat das drei Jahre gedauert.

Beat / Deine Musik ist zwar absolut Tanzfl urkompatibel, trotzdem scheinen die Einflüsse aus den verschiedensten Richtungen, besonders aus dem Jazz zu kommen …
Tobias / Meine Einfl üsse kommen aus allen möglichen Bereichen, aber nur bedingt aus dem Techno. Diese Musik habe ich bis auf Ausnahmen, die mich stilgebend beeinflusst haben, auch größtenteils immer abgelehnt. Jazz spielt in meiner Musik einfach deshalb eine Rolle, weil ich erstens viel
Jazz und zweitens ebenso häufi g die Musik höre, die darauf aufb aut. Die Elemente sind allerdings auf diesem Album eher hintergründig
oder werden mit Stimmungen aus dem Bereich der neuen Musik und der Musique Concrète kombiniert. Die off ensichtliche Dissonanz rührt daher weniger
vom Jazz als von diesen Einfl üssen. Gerade die Musik von Klangpionieren wie Bernard Parmegiani, Stockhausen oder dem recht unbekannten Bruno Maderna spielt auf Globus Cassus eine sehr große Rolle, weil ich sie stark mit dem Thema des Retrofuturismus in Verbindung bringe. Im Grunde war
das Techno ohne Beats, und genau danach hatte ich gesucht: Nach einem interessanten Konzept, das noch nicht allzu durchgescheuert
ist.

Beat / Läuft sich zum Beispiel der Minimal Techno tot, weil viele Künstler dieses Genres immer einfach nur andere Künstler zitieren?
Tobias / Ehrlich gesagt konnte ich mich mit dem so genannten Minimal Techno nie so richtig anfreunden. Im Gegensatz zur Minimal- Electronica à la Bretschneider oder zum Minimal eines Steve Reich oder Terry Riley transportiert diese Musik nicht mehr nur noch noch die Essenzen, sondern so gut wie gar nichts mehr – eben nur das, was auf der Tanzfläche benötigt wird: grundlegende Beatpatterns, bestehend aus relativ kurzen Sounds. Es gibt in diesem Genre wirklich wenige Leute, die Musik machen, von der ich behaupten würde, dass sie irgendetwas bewegt – außer die Leute auf der Tanzfläche. Auch würde ich meine Musik nicht als Minimal bezeichnen, weil dieser Ausdruck einfach nicht zutriff t. Es ist sicherlich wahr, dass ich Sounds mit kurzen Sustains verwende, aber die Komplexität meiner Klangstrukturen wird dem Ausdruck Minimal so gut wie gar nicht gerecht.

Beat / Gerade im Elektronikbereich ähnelnsich viele Netlabel. Wie gelingt es dir, spontanMusik auf einem hohen Level der Originalität zu halten?
Tobias / Eben dadurch, dass wir uns nicht auf irgendein Genre begrenzen. Wir gehen derzeit einen Schritt weiter in Richtung musikalischer Vielfalt, indem wir eine freie Compilation herausgebracht haben, die ohne die typische Tanzfl ächen-taugliche 4/4-Betonung auskommt. Das fängt dann bei sehr reduziertem Minimal-Geklicker an, geht weiter über Drill ‘n’ Bass mit viel Jazz und Funk bis zu einem Track mit einem deutschen Hip-Hop-MC. Es ist halt einfach spannend neue Wege zu gehen, während unsere alte Tradition des Mainzer Frickel-Microfunk-Styles trotzdem weiterhin erhalten bleibt. Ich werde in Zukunft aber auch nicht davor zurückschrecken Rockmusik auf dem Label zu veröff entlichen. Das macht die Sache bunt, interessant und langlebig, anstatt mit 25 Minimal-Releases im Jahr immer den gleichen Film zu fahren.

Beat / Was erwartest oder erhoff st du dir von den Remixes der Beat-Leser?
Tobias / Da draußen gibt es haufenweise Leute, die im stillen Kämmerchen Bomben bauen, aber durch verschiedene Gründe den Fuß nicht in die Tür bekommen. Ich höre mir viel Netlabelzeugs an, und ich finde immer wieder Wunderkinder, die kein Schwein kennt, die es aber mit der Elite aufnehmen können – leider schickt mir keiner von denen mal eine Demo. Ich hoff e für den Remix, dass hier nicht zu viel geremixt, sondern eher neu interpretiert wird. Quantum ist einer meiner persönlichen Lieblingstracks. Es kommt selten vor, dass ich einen Track, den ich selbst gemacht habe, auch intensiv fühle, und deshalb erwarte  ich auch eine gute Qualität. Damit meine ich weniger den Klang, sondern vielmehr die eigene Persönlichkeit, die sich widerspiegeln sollte.

von Thomas L. Raukamp

www.keinzweiter.de
www.spontan-musik.de

Remix-Contest
Und so nehmen Sie teil!

Auf der beiliegenden Beat-DVD fi nden Sie alle relevanten Loops und Sounds zu „Quantum“ sowie das Original von Keinzweiter. Sie können Ihren Remix online in allen gängigen Formaten in unsere Soundcloud-Dropbox stellen. Diese finden Sie hier: http://soundcloud.com/beat/dropbox. Alternativ können Sie Ihren Remix als MP3- oder Ogg-Vorbis-Datei in einer Aufl ösung von mindestens 128 kbps per E-Mail an die Adresse remix@beat.de senden. Teilnahmebedingungen: Pro Teilnehmer dürfen bis zu drei Remixe eingesandt werden. Der Einsendeschluss ist der 01. Dezember 2009. Mitarbeiter von falkemedia sowie freie Autoren der Beat dürfen nicht teilnehmen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir nicht jeden eingesandten Remix kommentieren können! Lizenzbedingungen: Die auf der Beat-DVD zur Verfügung gestellten Audiodateien dürfen ausschließlich für diesen Wettbewerb genutzt werden. Zur Erstellung Ihres Remixes darf kein urheberrechtlich geschütztes Material Verwendung fi nden. Ihr Remix unterliegt nach der Einsendung einer Creative Commons-Lizenz und darf von uns frei verteilt, aber nicht verändert werden. Eine kommerzielle Nutzung ist ausgeschlossen. Wo und wann kann ich den Gewinner-Track hören? Die besten Remixe der Wettbewerbe des Jahres 2009 landen auf der Beat-DVD zur Ausgabe 01|2010 und erreichen somit Tausende von Zuhörern. Wir planen außerdem die vorherige freie Veröff entlichung auf Soundcloud. Kommen genügend gute Remixes zusammen, plant das Netlabel Modularfi eld außerdem die Veröff entlichung eines Remix-Albums. Audiomaterial auf der Heft-DVD oder hier

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One Response to “Michael Fluhr and Keinzweiter featured in the Beat magazine”

  1. matt Says:

    :) !!! :)

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